Die Hoch- und Deutschmeister feiern ihr 330-jähriges Jubiläum

Bildnachweis: Österreichisches Bundesheer
Bildnachweis: Österreichisches Bundesheer

Mit einem feierlichen Festakt am Wiener Stephansplatz wurden am 18. Juni die Jubiläen „330 Jahre Deutschmeister“ und „20 Jahre Jägerbataillon Wien 1“ begangen. Im Mittelpunkt standen die lange militärische Tradition der Hoch- und Deutschmeister, die Bedeutung der Miliz für das Österreichische Bundesheer sowie die enge Verbindung des Jägerbataillons Wien 1 „Hoch- und Deutschmeister“ mit der Bundeshauptstadt Wien. Der Festakt wurde mit einem Platzkonzert der Gardemusik eröffnet. Es folgten der Einmarsch der ausgerückten Truppe, der Traditionsverbände des Deutschmeisterbundes sowie das Eintreten der Feldzeichen. Nach Bundeshymne, Flaggenparade und dem Abschreiten der Front richteten hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Bundesheer, Politik und Deutschmeisterbund ihre Grußworte an die anwesenden Gäste. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Gardemusik, unter anderem mit dem Deutschmeister-Regimentsmarsch.

 

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner würdigte in ihrer Rede die besondere Bedeutung des Verbandes für das Österreichische Bundesheer: „Die Hoch- und Deutschmeister stehen seit Jahrhunderten für Treue, Kameradschaft und Dienst an Österreich. Das Jägerbataillon Wien 1 ‚Hoch- und Deutschmeister‘ führt diese Tradition in zeitgemäßer Form weiter: als moderner und leistungsstarker Milizverband, der fest in der Gesellschaft verankert ist und im Ernstfall Verantwortung übernimmt – so wie etwa während der COVID-Pandemie bei den Massentestungen in der Wiener Stadthalle oder bei der ersten Mobilmachung des Österreichischen Bundesheeres im Jahr 2020. Ich bedanke mich bei allen Soldatinnen und Soldaten des Jägerbataillons Wien 1 für ihren Dienst für Österreich!“.

 

Auch der Wiener Landtagsabgeordnete Marcus Schober, der in Vertretung von Wiens Bürgermeister Michael Ludwig die Grußworte der Stadt Wien überbrachte, betonte die Bedeutung einer starken Miliz. Er sprach sich dabei auch für die Wiedereinführung verpflichtender Übungen aus: „Nur die rasche Einführung von verpflichtenden Übungen wird die Miliz in ihrer Einsatzfähigkeit stärken. Ich spreche mich daher auch klar für das Modell ‚Österreich plus‘, also acht Monate Wehrdienst und zwei Monate Übungspflicht, aus, um die Einsatzfähigkeit der Miliz zu sichern und die Verteidigungsfähigkeit Österreichs zu stärken.“

 

Das Jägerbataillon Wien 1 „Hoch- und Deutschmeister“ ist eines von zwei Miliz-Bataillonen der Bundeshauptstadt und mit knapp über 1.000 Soldatinnen und Soldaten aus dem Milizstand Teil der Einsatzorganisation des Österreichischen Bundesheeres. Der Verband verbindet moderne infanteristische Aufgaben mit der historischen Tradition der Hoch- und Deutschmeister, deren Wurzeln bis zur Aufstellung des ersten Deutschmeisterregiments im Jahr 1696 zurückreichen. Zu den heutigen Aufgaben des Bataillons zählen unter anderem klassische infanteristische Kernaufgaben wie Verteidigung, Angriff sowie der Schutz kritischer Infrastruktur.

 

Hohe Ehrungen im Rahmen des Festaktes

Im Rahmen des Festaktes wurde Bataillonskommandant Oberst Stefan Koroknai von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner für seine zehnjährige Tätigkeit als Kommandant des Jägerbataillons Wien 1 mit der „Militäranerkennungsmedaille“ ausgezeichnet. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner wurde im Zuge der Feierlichkeiten besonders geehrt: Der Präsident des Deutschmeisterbundes, Mjr. i. T. Robert Spevak, verlieh ihr für ihre Verdienste um die Miliz das „Große Ehrenzeichen in Gold am Band“, die höchste protokollarische Ehrung des Deutschmeisterbundes. Zum Abschluss des Festaktes schossen die Traditionsverbände des Deutschmeisterbundes eine General-Decharge – einen feierlichen Ehrensalut – zu Ehren der Verteidigungsministerin. Den würdigen Ausklang des Tages bildete ein Pontifikalamt im Wiener Stephansdom, hauptzelebriert vom Hochmeister des Deutschen Ordens, Generalabt Frank Bayard, der zuvor vom Jägerbataillon Wien 1 mit dem „Komturkreuz in Gold am Band“ ausgezeichnet und gewürdigt wurde.

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 Geschichte und Bedeutung

Das Teutschmeister-Regiment nahm an zahlreichen wichtigen Schlachten teil, darunter:

  • Türkenkriege
  • Siebenjähriger Krieg (1756-1763), einschließlich der Schlacht bei Kolin
  • Feuertaufe am 11. September 1697 in der Schlacht bei Zenta

Nach dem Siebenjährigen Krieg wurde das Regiment in die Gegend des Wienerwaldes und die Wiener Vorstädte verlegt, wo es sich zum Wiener Hausregiment entwickelte1. Bei Einführung der Stammnummern 1769 erhielt das Regiment die Nummer .

 

Tradition und Gedenken

Die Tradition der Deutschmeister wird bis heute gepflegt:

Ein Verein wurde 1929 gegründet, um das Erbe der Deutschmeister zu bewahren. Es gibt regelmäßige Gedenkveranstaltungen, wie das Totengedenken am Deutschmeisterdenkmal. Das Deutschmeister-Denkmal auf dem Deutschmeisterplatz in Wien wurde am 29. September 1906 enthüllt und erzählt die Geschichte des Regiments.

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Mit freundlicher Genehmigung von Wolfgang Kaps aus Neuburg, dem Geburtsort von Franz Ludwig
Sie können gerne meine von Ihnen angesprochene Publikation nützen. Sollten Sie noch mehr über Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg wissen wollen, empfehle ich Ihnen meine Website www.franzludwig.de.
Franz Ludwig _Hochm.Regiment_, Internet_
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