Die Hoch- und Deutschmeisterkameradschaft hält traditionell einen Festgottesdienst in der Votivkirche ab, um der gefallenen und verstorbenen Deutschmeisterkameraden zu gedenken. Alle sind herzlichst zu dieser Veranstaltung eingeladen. Auch unser Verein stellt jährlich eine Abordnung.
Wann: Erster Samstag im Febuar um 11.00 Uhr
Dauer: ca. eine Stunde, im Anschluss gemeinsames Mittagessen möglich
Wo: Votivkirche, 1090 Wien
Bilder 2026
Bildnachweis: Herbert WICHMANN
Jedes Jahr am ersten Samstag im Februar versammeln sich Mitglieder und Freunde der Hoch- und Deutschmeisterkameradschaft in der Wiener Votivkirche zu einem besonderen Ereignis: der Stalingradmesse. Dieser festliche Gottesdienst dient dem ehrwürdigen Gedenken an die gefallenen Kameraden, insbesondere an jene, die in der Schlacht um Stalingrad ihr Leben ließen. Gleichzeitig ist die Messe ein Ausdruck des Zusammenhalts und der Pflege jahrhundertealter Traditionen.
Historischer Hintergrund
Die Geschichte der Hoch- und Deutschmeister reicht bis ins Jahr 1696 zurück, als das Regiment unter Kaiser Leopold I. gegründet wurde. Über Jahrhunderte hinweg war es eng mit dem Deutschen Orden verbunden und nahm an zahlreichen bedeutenden Schlachten teil, darunter Zenta, Aspern und Wagram. Mit dem Ende der Donaumonarchie 1918 blieb die Tradition durch die Kameradschaften lebendig, auch während schwieriger Zeiten wie im Zweiten Weltkrieg. Besonders tragisch war das Schicksal der 44. Infanterie-Division "Hoch- und Deutschmeister", die im Kessel von Stalingrad nahezu vollständig aufgerieben wurde.
Nach dem Krieg schlossen sich Überlebende zu einer Kameradschaft zusammen, um das Andenken an ihre gefallenen Kameraden zu bewahren. Die Stalingradmesse ist ein zentraler Bestandteil dieser Erinnerungskultur.
Ablauf der Stalingradmesse
Feierlicher Gottesdienst: Der Gottesdienst bietet Raum für Gebete und Reflexion über die Opfer vergangener Generationen.
Kranzniederlegung: Im Anschluss an die Messe erfolgt eine Kranzniederlegung im hinteren Bereich der Kirche. Dieser Akt symbolisiert das Gedenken an die Gefallenen und die Verbundenheit innerhalb der Kameradschaft.
Gemeinschaftliches Beisammensein: Nach den offiziellen Zeremonien treffen sich die Teilnehmer oft zu einem gemeinsamen Mittagessen, bei dem Erinnerungen ausgetauscht werden und neue Kontakte entstehen.
Ein Zeichen lebendiger Tradition
Die Stalingradmesse ist mehr als ein religiöses Ereignis – sie verkörpert den Geist des Zusammenhalts, den Respekt vor den Opfern und die Verpflichtung zur Bewahrung historischer Werte. Durch diese Veranstaltung bleibt das Erbe der Deutschmeister nicht nur in den Herzen ihrer Mitglieder lebendig, sondern wird auch für kommende Generationen greifbar gemacht.