Neujahrsempfang  Deutschmeisterbund

Neujahrsempfang 2026

Am 09.01. fand der traditionelle Neujahrsempfang des Deutschmeisterbundes im Garnisons-Kasino der Wiener Maria Theresien-Kaserne mit zahlreichen Gästen aus Wirtschaft, Politik, Militär und Gesellschaft statt. Der Höhepunkt des diesjährigen Neujahrsempfangs war die Verleihung des „Komturkreuzes in Gold am Band“, also der protokollarisch höchsten Auszeichnung der „Hoch- und Deutschmeister“, an den Generalstabschef des Österreichischen Bundesheeres, General Mag. Rudolf Striedinger, als Würdigung seines besonderen Engagements für die Anliegen der Miliz sowie die Pflege der Deutschmeistertradition.

 

Ehrung für nachhaltig bewiesenes Vertrauen in die Miliz.

Besonders hervorgehoben wurden bei der Laudatio die besonderen Verdienste des österreichischen Generalstabschefs um die Miliz bzw. auch um die Deutschmeistertradition insbesondere im Jägerbataillon Wien 1 „Hoch- und Deutschmeister“, eines der beiden Milizbataillone in der Bundeshauptstadt Wien. „Als Chef des Generalstabes lenkt General Rudolf Striedinger aktuell das Österreichische Bundesheer durch anspruchsvolle Zeiten, stärkt die Fähigkeiten zur militärischen Landesverteidigung und ist auch letztverantwortlich für alle Schritte beim Aufbauplan 2032+ sowie der damit verbundenen Stärkung der Miliz und der Modernisierung unserer Streitkräfte. Seine Bemühungen bei der Modernisierung des Österreichischen Bundesheers spiegeln auch seine tiefe Überzeugung wider, dass die Miliz der Eckpfeiler der Verteidigungsfähigkeit Österreichs ist und bleiben wird. Dabei verkörpert er wie kein anderer in vorbildlicher Weise die Brücke zwischen der Vergangenheit der Hoch- und Deutschmeister und der Gegenwart unseres Bundesheeres: Ein General mit Herz für die Tradition, ein Stratege mit humanistischem Weitblick und ein Förderer der Miliz als unverzichtbaren Pfeiler unserer militärischen Landesverteidigung.“, hieß es in der Laudatio.

 

Striedinger: „Wer unser Bundesheer stärken will, muss auch die Miliz stärken.“

General Rudolf Striedinger in seiner Replik nach der Ehrung: „Ich danke den Hoch- und Deutschmeistern von Herzen für diese besondere Auszeichnung. Wir benötigen ein Heer mit einer gewissen Größe, das muss voll ausgerüstet sein – und es muss voll ausgebildet und trainiert sein. Für mich ist und bleibt eines bei allen Modernisierungs- und Aufbauschritten unseres Bundesheeres klar: Wer unser Bundesheer stärken will, muss auch die Miliz stärken.“. Die Ehrung der Hoch- und Deutschmeister wurde durch den Präsidenten des Deutschmeisterbundes und der Hoch- und Deutschmeister, Major i.T. Robert Spevak, den Bataillonskommandanten des Jägerbataillons Wien 1 „Hoch- und Deutschmeister“, Oberst Stefan Koroknai, sowie den Generalsekretär des Deutschmeisterbundes, Oberstleutnant Lukas Leitner, überreicht.

 

Weitere Höhepunkte des Abends waren die Segenswünsche zum Neujahr durch den Generalabt des Deutschen Ordens, S. E. Hochmeister Frank Bayard, Ehrungen des Heeresmusikchefs Oberst Prof. Bernhard Heher mit der Ehrenmedaille 1. Klasse in Gold der Hoch- und Deutschmeister und des Vizepräsidenten des Deutschmeisterbundes, Obstlt i.T. Alfred Mühlhauser, mit dem Ehrenring in Silber sowie die musikalische Umrahmung des Abends durch die „Original Hoch- und Deutschmeister-Kapelle“.

 

Ein würdiger Start ins neue Jahr!

 

Und so schließen wir mit unserem Wahlspruch 

 

„Deutschmeister ist und bleibt man!"

Fotograf: Herbert WICHMANN


Gut zu wissen:

Alljährlich lädt der Deutschmeisterbund im Wiener Garnisonskasino zum Neujahrsempfang ein. Eine Abordnung von Offizieren und Unteroffizieren aus dem Milizbataillon Wien 1 „Hoch- und Deutschmeister“, sowie Vertreter des Fördervereins „Hoch- und Deutschmeister“ folgen dieser Einladung mit großer Freude.

 

 Das Feuer hüten, nicht die Asche aufbewahren!

 

Dieser Sinnspruch seiner Heiligkeit, Johannes XXIII ist auch zum Leitspruch der Arbeit vom Deutschmeisterbund in der Pflege der Deutschmeistertradition geworden.

 

Vom Regiment „Teutschmeister“ aus 1696 zum k.u.k Infanterieregiment Nr. 4 „Hoch- und Deutschmeister“ über seine Nachfolgeorganisationen bis zum Jägerbataillon Wien 1, Hoch- und Deutschmeister, kann eine Linie der Pflege altösterreichischer Militär- und Wiener Kulturtradition verfolgt werden.

 

Der Deutschmeisterbund hat, auf die Arbeit der Vorfahren aufbauend, diese Traditionspflege in Zusammenarbeit mit dem Traditionsträger im 2. Bundesheer, dem JgR Wien und dem Namensgeber, dem Deutschen Orden, wieder belebt und so eine Brücke geschaffen, um die Werte der Vergangenheit in der Gegenwart zu pflegen und sie für die Nachwelt zu erhalten.

 Über den Deutschmeisterbund

 

Der Deutschmeisterbund ist ein Dachverband, der sich der Pflege und Förderung der Tradition des k.u.k. Infanterieregiments „Hoch- und Deutschmeister“ Nr. 4 widmet, das 1696 gegründet wurde und heuer den 330. Jahrestag der Aufstellung und Gründung feiert. Er umfasst zahlreiche Traditionsvereine, die sich der Traditionspflege der „Deutschmeister-Tradition“ verschrieben haben, u.a. auch dem Partnerverein „Hoch- und Deutschmeister“ des Jägerbataillons Wien 1, auch Partner des Österreichischen Bundesheeres. Der Deutschmeisterbund hat seinen Sitz in Wien und erstreckt seine Tätigkeiten nicht nur auf Österreich, sondern hat auch Mitgliedsvereine in Deutschland und Tschechien. Zu den Gründungsvereinen zählen etwa der Kameradschaftsverein Hoch- und Deutschmeister, das Alte Deutschmeister Schützenkorps, der Club der Deutschmeister (1992 aufgelöst) und die Original Hoch- und Deutschmeister-Kapelle. Später traten Vereine aus Deutschland (z. B. Deutschorden-Compagnie Bad Mergentheim) und Tschechien (z.B. Infanterieregiment Teutschmeister Kolin 1757) bei.