Die Deutschmeister in Eisenstadt

325 Jahre Deutschmeister, 100 Jahre Burgenland und eine Menge an interessanten Objekten in unserem jüngesten Bundesland. Ein besonderer Ausflug! Natürlich unter Berücksichtigung der gültigen Coronaregeln.

 

Das Gans(l)essen ist besonders im Osten Österreichs und den benachbarten Teilen Ungarns sowie in der Slowakei, wo der heilige Martin Schutzpatron des ganzen Landes ist, verbreitet. Die besondere Verehrung des Heiligen in dieser Gegend geht wohl darauf zurück, dass Martin um 316 n. Chr. in der damals römischen Stadt Savaria, heute Szombately (Steinamanger), nahe der burgenländischen Grenze in Ungarn, geboren wurde.

Nach dem gemeinsamen "Ganslessen" in Restaurant Haydenbräu besuchten wir das Burgenländischen Landhaus. Unser Vereinsmitglied Martin Stift hat nicht nur die Schlüssel zum hineinschauen organisert. Wir haben auch einen Einblick in die Geschichte vom Burgenland und dem Landtag durch Herrn Dr. Bertl Rauchbauer bekommen.

 

Das Landhaus in Eisenstadt hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich und viel gesehen. Heute ist es Zentrum der Landesverwaltung und Sitz der Regierung, aber auch ein wichtiges Symbol für den Föderalismus in Österreich. Als das Burgenland 1921 zu Österreich kam, musste das junge Bundesland erst eine eigene Verwaltung aufbauen. Selbst für die Landtagssitzungen fehlten die Räumlichkeiten. Die Landesregierung tagte in den ersten Jahren in der heutigen Martinkaserne. Als Eisenstadt 1925 zur Landeshauptstadt wurde, begannen die Planungen für das burgenländische Landesparlament.

Im Anschluss haben wir ein paar Schritte weiter zur schönsten Kaserne "Westungarns" gemacht.

 

"Unser" Militärdekan Obst Mag. DDr. Alexander Wessely begrüßte uns in der Martinkaserne. Neben einer beeindruckenden Einführung in die Geschichte der Kaserne und einer Führung bis in das Dachgeschoß, konnten wir auch die Ausstellung "325 Jahre Deutschmeister" in der Hauskapelle besichtigen.

Die Kapelle der Martinkaserne - jederzeit ein Besuch wert.

Die Übergabe eines besonderen Gastgeschenkes erfolgte im Zuge der Besichtigung der Hauskapelle. Durch den Vorstand der Unteroffiziersgesellschft Wien ist an Alexander Wessely eine Nationalflagge für die Hauskapelle übergeben worden. Mit Kaffee & Kuchen haben den Besuch in der Kaserne ausklingen lassen, außer .....

..... jenen Personen, welche sich noch einer weiteren Besichtigung angeschlossen haben. Militärdekan Obst Mag. DDr. Alexander Wessely gewährte noch einen Einblick in die römisch-katholische Bergkirche Eisenstadt (auch als Haydnkirche oder Kalvarienbergkirche bekannt). Seit kurzem hält er dort die Schlüsseln in der Hand und betreut die Pfarrgemeinde. Ein Besuch der  Haydnkirche (Kalvarien-Bergkirche),  des Kalvarienberg und des Haydnmausoleum lohnt.

Mit einer Agape im Pfarrsaal und einem herzlichen Vergelt's Gott („Vergelte es Gott! “) beendeten wir  den interessanten Tagesausflug ins jüngste Bundesland Österreichs - dem Burgenland.