Crisis management in armed forces and protection of critical infrastructure in capital cities

Von 24. bis 27. Februar 2015 reiste eine vierköpfige Delegation des Militärkommandos Wien nach  Warschau, um auf Einladung des dortigen Garnisonskommandanten an einer Sicherheitskonferenz teilzunehmen und vorzutragen. Anlass dieser Einladung nach Polen war die Berichterstattung über die erfolgreiche Übung „Netzwerk 2014“.

Im November letzten Jahres übte das Jägerbataillon Wien 1 „Hoch- und Deutschmeister“ in Zusammenarbeit mit der Wiener Polizei und privaten Schutzobjektbetreibern hierbei den Schutz kritischer Infrastruktur.

Die Reportagen über die Übung erregten unter anderem die Aufmerksamkeit des polnischen Militärattachés in Wien, welcher dem Garnisons-ommandanten von Warschau scheinbar entsprechende Hinweise gegeben hatte.

Major Andreas Handler (Milizoffizier im Jägerbataillon Wien 1)
Major Andreas Handler (Milizoffizier im Jägerbataillon Wien 1)

Am Dienstag, dem 24. Februar 2015, fuhren Delegationsleiter Oberst Gerhard Skalvy (stellvertretender Militärkommandant), Oberstleutnant Michael Trummer (Stabsabteilung 3), Major Andreas Handler (Milizoffizier im Jägerbataillon Wien 1)  und Hauptmann Martin Malinowski (Öffentlichkeitsarbeit) vom Wiener Hauptbahnhof ab, um sieben Stunden später am Ziel ihrer Reise, der polnischen Hauptstadt, anzukommen. Nach dem Transfer zum Hotel stand ein gemeinsames Abendessen mit dem Gastgeber, Brigadier Wieslaw Grudzinski, und dessen Stab am Programm.

Der folgende Tag widmete sich voll und ganz dem Thema „Schutz kritischer Infrastruktur". Oberst Skalvy referierte vor etwa 40 Zuhörern aus den Reihen des Militärs, der Polizei und der Stadtverwaltung über Aufbau und Aufgaben des Militärkommandos Wien sowie über die Arten der  Assistenzeinsätze im Österreichischen Bundesheer. Im Anschluss behandelte Oberstleutnant Trummer die sicherheitspolizeiliche Assistenz im Allgemeinen und die Vorbereitung der Übung Netzwerk aus Sicht des Militärkommandos im Besonderen. Major Handler schloss mit einem launigen Vortrag über die Umsetzung der Übung „Netzwerk 2014“ aus Sicht des übenden Verbandes.

Die Abendgestaltung  übernahm eine Fremdenführerin, welche den österreichischen Gästen die kulturellen Sehenswürdigkeiten der Stadt Warschau näher brachte.

Am folgenden Donnerstag war es an den polnischen Gastgebern, ihre Vorträge zu halten. Vertreter des Generalstabes, der Militärpolizei sowie des Garnisonskommandos teilten dabei ihr Wissen mit ihren österreichischen Gästen. Diesem Erfahrungsaustausch folgte ein Besuch beim Krisenzentrum der Stadt Warschau. Es war beeindruckend, wie die Stadtverwaltung aus Anlass der Fußballeuropameisterschaft 2012 elektronisch aufgerüstet wurde und nun ein Lagezentrum auf dem letzten Stand der Technik besitzt.

Danach fand eine Kranzniederlegung am Grab des unbekannten Soldaten statt, als Abschluss des offiziellen Programms wurden im Büro des Garnisonskommandanten gegenseitig Gastgeschenke überreicht.

 

Ein Besuch im „Museum des Aufstandes“, welches sich dem Aufstand der polnischen Untergrundarmee im Jahr 1944 widmet, beendete den Aufenthalt in der polnischen Hauptstadt.

 


Nach diesen interessanten und fordernden Tagen ging es am Freitag, dem 27. Februar, mit dem Zug wieder heim nach Wien. Während des gesamten Besuchs wurde die Wiener Delegation von ihren beiden Begleitoffizieren aus dem Garnisonskommando freundlich und zuvorkommend betreut, was diese Reise auch auf der persönlichen Ebene in guter Erinnerung bleiben lässt.